BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

B90/DIE GRÜNEN SOLINGEN

Grüne betonen den Wert des Biotops an der Tunnelstraße

Mit dem Bau eines Stauraumkanals und einem Entlastungsbauwerk an der Tunnelstraße kommt die Stadt ihrer Verpflichtung nach, im Rahmen des Gewässerschutzes für eine ordnungsgemäße Ableitung der Abwässer zu sorgen. Dabei sind vor allem die Starkregenereignisse, die durch den beginnenden Klimawandel immer häufiger erwartet werden, in den Blick zu nehmen.

08.02.21 –

Für die geplanten Baumaßnahmen soll jedoch stark in das Biotop an der Tunnelstraße eingegriffen werden. Es drohen 38 Bäume gefällt zu werden. Grüne pochen auf einen größtmöglichen Schutz des Biotops und betonen dessen Wert sowohl für den Artenschutz als auch für die kleinklimatische Abkühlung des Stadtteils.

Juliane Hilbricht, Fraktionssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, erklärt hierzu: „Wir stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Der Gewässerschutz ist wichtig für die Wasserökologie. Doch zugleich haben wir mit dem Biotop an der Tunnelstraße ein Gebiet, das relativ unberührter Flora und Fauna einen Schutzraum bietet. Durch den jetzt angekündigten mehrjährigen Eingriff und das Fällen von bis zu 38 Bäumen sehen wir das Biotop stark beeinträchtigt. Wir setzten uns deshalb dafür ein, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, um die Funktionen des Biotops zu erhalten. Leider kommt es gerade im Stadtteil Ohligs im Zuge der Innenraumverdichtung immer wieder zu Fällungen wichtiger Baumbestände. Dies ist auch angesichts des Klimawandels mehr als problematisch. Wir fordern daher die Wahl der Bauvariante, mit der 11 besonders wichtige Bäume an der Tunnelstraße erhalten bleiben können. Auch unter verstärkten bautechnischen und finanziellen Anstrengungen!“

Frank Knoche, Vorsitzender des Zentralen Betriebsausschusses der Stadt, ergänzt: „Es zeigt sich bei solchen massiven Maßnahmen, dass es falsch ist, Regenwasser immer und überall direkt über die Kanäle abfließen zu lassen. Denn dadurch sammelt sich das Wasser an den tiefer gelegenen Stellen immer wieder bedrohlich an. Die Folge ist, dass wir Großbauwerke zum Auffangen und Zurückhalten der Wassermassen nicht nur, aber auch wegen zunehmender Starkregenereignisse bauen müssen. Die verfehlte Politik der letzten Jahrzehnte rächt sich zunehmend und muss teuer bezahlt werden. Wir sollten endlich umdenken und die Regenwasserversickerung stärker als bisher vor Ort fördern. Dies dient nicht zuletzt auch der Grundwasserneubildung. Denn der Grundwasserstand sinkt bereits seit Jahren dramatisch ab.“

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