BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

B90/DIE GRÜNEN SOLINGEN

Aktuelles zur Krankenhausentwicklung in Solingen

Die Ankündigung der vorzeitigen Schließung von drei Krankenhäusern der Kplus-Gruppe hat uns alle kalt erwischt. Nicht eiskalt, weil es schon lange rumorte. Zunächst hieß es, nur die Lukas-Klinik müsste aufgegeben werden, dann folgten Haan und Hilden. Jetzt steht im Raum, die Schließung zeitlich noch weiter vorzuziehen, aber den Standort Hilden zu erhalten.

Wir sind auch mit dem Städtischen Klinikum Solingen durch sehr schwierige Zeiten gegangen, konnten aber in den letzten zwei Jahren erst eine schwarze Null und dann sogar schwarze Zahlen schreiben. Die Bauvorhaben schreiten voran, natürlich unter den bekannt schwierigen Bedingungen von steigenden Baukosten und steigenden Zinsen. Nun also im Schweinsgalopp die Integration der Neurologie der Lukasklinik mit der so genannten Stroke Unit, der Schlaganfallnotabteilung, der Aufnahme von etwa 300 neuen Mitarbeiter:innen und der Bewältigung des stetig größer werdenden Patientenstamms. Eine riesige Herausforderung für alle Beteiligten!

Wir Grüne haben von Anfang an die Sicherung der regionale Gesundheitsversorgung in den Vordergrund gestellt. Das bedeutete aber auch die Möglichkeit, dass wir, also das Solinger Klinikum, bereit sein müssten, Teile der insolventen Lukasklinik zumindest für eine Übergangszeit zu übernehmen. Dafür sind wir furchtbar geprügelt worden. Jetzt hat sich der Wind gedreht. Die Solinger Verwaltungsspitze hält sogar einen Weiterbetrieb per Anordnung für notwendig. Der Blick nur auf Solingen reicht eben nicht, denn wir müssen die Kapazitäten des Solinger Klinikums im Blick behalten. Und wir wollen natürlich die allgemeine Notfallversorgung nicht gefährden.

Jetzt muss sich auch das Land endlich bewegen, das ja zuständig ist für die Investitionsförderung von Krankenhäusern. Lange schon versuchen wir, eine verbindliche Zusage der notwendigen Millionenbeträge für den Ausbau unseres Klinikums von Minister Laumann zu erhalten. Es scheint, als habe das Zögern des Landes bzgl. fester Förderzusagen das Ziel, die Krankenhauslandschaft durch Nichtstun zu bereinigen. Kplus jedenfalls behauptet, dass die Insolvenz auch mit ausgebliebener Landesförderung zusammenhing – und das Krankenhaussterben findet ja nicht nur hier statt. So jedenfalls ist ein geregelter Übergang nicht möglich. Wir können froh sein, dass die Geschäftsführung und alle Mitarbeitenden unseres Klinikums so aktiv und engagiert diese Herausforderungen annehmen und die Gesundheitsversorgung von uns allen sichern. Am Umgang der Kliniken untereinander und mit der Verwaltung sollten wir uns lieber kein Beispiel nehmen.

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