BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

B90/DIE GRÜNEN SOLINGEN

50 gerettete Bäume und modernes Bauen

Am 10. November hielt Frank Knoche, Fraktionssprecher und Vorsitzender des Zentralen Betriebsausschusses zur Grundsteinlegung des zukünftigen Verwaltungsgebäudes der Technischen Betriebe Solingen eine unterhaltsame Rede.
Der Bau des Gebäudes zeigt zugleich den Start der räumlichen und baulichen Neuorganisation der Technischen Betriebe an. In mehreren Modulen werden in den kommenden Jahren insgesamt 30 Millionen Euro verbaut. Wir GRÜNE sind mit der pragmatischen und kompromissbereiten Zusammenarbeit mit den TBS sehr zufrieden: Durch ein in letzter Minute verändertes Parkraumkonzept konnten wir ca. 50 Bäume retten, die dem Bau einer Ausfahrtsstraße mit PKW-Stellplätzen zum Opfer gefallen wären. Mit dem Energiestandard KfW-40 wird außerdem ein energiesparender Bau- und Sanierungsstandard erfüllt. Lesen Sie hier die Rede von Frank Knoche: 

"Sehr geehrte Damen und Herren,

Normalerweise sollte man bei Grundsteinlegungs - Reden sich nach dem Motto: „Wer mehr als Prost sagt ist ein Schwätzer“; kurz halten. Das hatte ich auch ursprünglich vor. Dann habe ich allerdings den Fehler begannen mich im Internet schlau zu machen über Zeremonien und Bräuche solcher Handlungen und festgestellt, dass die ersten Grundsteinlegungen in der Geschichte aus Ägpten, beim Bau des Hathor-Tempels von Dendera, und aus der Bibel bekannt wurden. Damals wurden Grundsteine noch Ecksteine genannt.

In der Bibel wird in Psalm 118, Vers 22 ein „Ecksteinerwähnt.

Hier heißt es in einer zeitgemäßen INTERPRETATION: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. ... Gott hat das Elend des Beters wunderbar gewendet und dadurch seine Herrlichkeit demonstriert.“

Wir wollen jetzt nicht darüber spekulieren wer hier bei unserem Projekt, wofür wir jetzt einen Grundstein legen, der „Beter“ war und wer „seine Herrlichkeit demonstrierte“. Aus Zeitgründen sollten wir diese historischen Bezüge jetzt nicht weiter vertiefen, aber,

dass derjenige, welcher in der Bibel Gott genannt wird, schon damals das ganze Elend, von Baukosten- und Zinssteigerung, von Lieferkettenengpässen, Fachkräftemangel; Herausforderungen des Klimawandels und kommunaler Finanznot pr0phezeite, hat mich schon beeindruckt.

 

Um so mehr können wir uns freuen, dass unser seit mindestens fünf Jahren diskutiertes TBS-Standortkonzept 2030 jetzt endlich in die Phase der Umsetzung eintritt.

 

Heute können wir feststellen, dass sich die vielen, oft mühsamen Diskussionen um das Volumen des Gesamtprojektes, die zu erzielenden Synergieeffekte, effektive Abläufe, Verkehrsführung, Entlastungen für Beschäftigte und Anwohner, ökologische Standards beim Bauen und Erhaltung von Bäumen, gelohnt haben.

 

Ausdrücklich bedanke ich mich deshalb bei der Geschäftsführung des TBS, die in der ganzen Zeit immer für Anregungen seitens der Bürgerinnen und der Politik offen und kompromissbereit war.

 

Bis eine Stunde vor der entscheidenden Sitzung des ZBA haben wir bezüglich des Parkraumkonzeptes noch darum gerungen, dass wir möglichst viel von dieser Baumreihe erhalten.

Und siehe da, ein gemeinsamer Termin vor Ort, mit Kampf durch die Brombeerhecken, ermöglichte eine alternative Lösung und es werden nicht mehr Bäume gefällt als notwendig. Wo ein Wille ist, da gibt es meistens auch einen Weg. Deshalb stehen auch alle Fraktionen im ZBA hinter dieser Planung.

Auch wenn wir es nicht sofort geschafft haben eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach zu bekommen, soll dies zum nächstmöglichen Zeitpunkt ermöglicht werden.

Mit dem Energiestandard KfW-40 erfüllen wir einen energiesparenden Bau- und Sanierungsstandard. Der Einsatz von natürlichen, recycling- bzw. kreislauffähiger Baustoffe ist nachhaltig. Mit dem Aufbau von Ladesäulen auf allen Parkplätzen berücksichtigen wir Anforderungen der E- Mobilität

Wir erreichen eine hohe Flexibilität für spätere Nutzungänderungen und flexibleres Arbeiten der Mitarbeiterinnen, unteren anderen durch die Möglichkeit der Aufstockung um eine weitere Etage. Insgesamt wird das ein modernes und umweltfreundliches Gebäude, was den Vorbild-Ansprüchen des TBS gerecht wird.

Natürlich würde ich mich noch mehr freuen, wenn wir demnächst noch in Solingen den Grundstein für einen Windkraftanlagenpark und die geplante Anlage für die Erzeugung von grünem Wasserstoff einweihen könnte. Die Zeit angesichts der real drohenden Klimakatastrophe läuft uns davon, aber dies ist heute ein Schritt in die richtige Richtung.

Danken möchte ich:

Kathrin SCHIFFNER, die mir wesentliche Infos für diese Rede gegeben hat, der bauausführenden Firma Hubert Mees, und eben allen, die mit Ideen und Tatkraft an diesem Modul 1 der Umsetzung des TBS-Standortkonzeptes 2030 mitgearbeitet haben.

Zum Schluss noch, um das konventionelle Ritual zu bedienen, ein Gedicht:

Auf Grund mit Stein wird aufgebaut,
ein schönes Haus, auf das man schaut.
Bauen ist, was soll man sagen,
ein großes Werk, man muss es wagen.
Denn es soll für immer stehen,
auch dann, wenn starke Winde wehen.
Und dass alle Grobheit dieser Welt
an starken Mauern niederfällt.
Bevor das neue Werk nun startet,
ein jeder auf den Anfang wartet,
legen wir den ersten Stein.
Es muss der allerbeste sein!
Er trägt mit seiner ganzen Kraft,
das was das Handwerk hier erschafft.
Nun sei der Grundstein Glücksymbol,
für Haus und Bauherr Ruhepol!
Auf dass der Stein für immer liegt
und Glück mit guter Zukunft siegt.

Kleine POLITICAL COREKTNESS Korrektur: Dass es für immer stehen soll ist unrealistisch und ein Ruhepol sollte es auch nicht werden."

 

 

 

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