BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

B90/DIE GRÜNEN SOLINGEN

Waldstück am MHKW gerettet     

Einer unserer größten Erfolge der letzten Monate war die Rettung einer bewaldeten Grünfläche am Müllheizkraftwerk (MHKW). Im Zuge eines neuen Standortkonzepts entwickeln die Technischen Betriebe Solingen (TBS) das MHKW unter anderem mit einem neuen Wertstoffhof, neuem Werkstattgebäude, einer moderneren Abgasreinigungsanlage sowie Ladeinfrastruktur für Fahrzeuge weiter. Allerdings sollte ursprünglich eine neue Ausfahrtsstraße inklusive Parkplätzen durch ein Wäldchen mit etwa 50 Bäumen gebaut werden. Nach mehreren Begehungen und Gesprächen mit den TBS konnten wir erreichen, dass die Fällungen durch eine alternative Planung auf ein Minimum reduziert werden und gleichzeitig die zukunftsgerichtete Entwicklung des MHKW gesichert bleibt.

Angesichts der dramatischen Auswirkungen der Klimakrise und der erneuten Hitzerekorde in diesem Sommer ist für uns GRÜNE umso mehr klar: Wir kämpfen um jeden Baum und jede Grünfläche. Gerade im innerstädtischen Raum sind Wiesen, Sträucher und besonders Bäume wichtiger denn je, damit die Stadt nicht überhitzt. Konkret drohte am MHKW nämlich genau das: Die ohnehin bestehende Wärmeinsel am Mangenberg vergrößert sich weiter, die umliegenden Straßen und Wohnbebauungen sind in den Sommermonaten einer noch stärkeren Hitzebelastung ausgesetzt. Dieses Szenario konnte beim Umbau des MHKW in letzter Minute durch ein auf unser Drängen hin verändertes Parkraumkonzept abgewendet werden.              

Die Diskussionen um eine Modernisierung des MHKW hatten wir in der letzten Ratsperiode selbst mit einem Antrag zu Wärme- und Begrünungskonzepten mitangestoßen. Im Rahmen einer neuen Standortkonzeption entwickeln die Technischen Betriebe Solingen (TBS) das MHKW nun umfassend weiter. Zum Großteil werden die neuen Gebäude unter soliden energetischen Anforderungen geplant, wie unter anderem dem KfW-40-Standard. Die Planungen sahen allerdings auch die Fällung von 70 Bäumen vor, die unter die städtische Baumschutzsatzung fallen, was dem Anspruch an eine moderne, klimagerechte Ausrichtung des Gesamtprojekts diametral gegenüberstand.  Ein größerer waldartiger Bestand auf dem Gelände sollte Parkplätzen weichen. Die Technischen Betriebe begründeten diese Maßnahme u. a. damit, dass den Mitarbeitenden des Müllheizkraftwerks mehr fußläufige Parkplätze zur Verfügung gestellt werden müssten.     

Auch wenn wir diese Einschätzung nicht 1 zu 1 nachvollziehen konnten, begaben wir uns als GRÜNE Bezirksvertreter:innen sowie Vertreter:innen des Zentralen Betriebsausschusses (ZBA) auf mehreren Vor-Ort-Terminen auf die Suche nach Kompromisslösungen, um den Baumbestand zu retten und brachten mehrere Alternativvorschläge ein, die sowohl die Befriedung des Parkplatzthemas als auch den Erhalt der Bäume zum Gegenstand hatten. Nach Gesprächen mit der Betriebsleitung der TBS sowie den zuständigen Planer:innen, entschied sich der Betrieb schließlich für eine Variante, bei der die Ausfahrtsstraße anders geführt wird und durch ein verändertes Parkplatzkonzept der Großteil der Bäume und insbesondere alte Bäume mit großer Blattmasse erhalten werden können.

Eine Geschichte mit Happy-End, die so nur durch beidseitiges Engagement und Zuhören ermöglicht wurde. Im Sinne des Klimaschutzes sollte diese Entschlossenheit noch mehr Einzug in den Politikalltag finden. Dies resümierten auch die verantwortlichen Protagonist:innen in einer Pressemitteilung zu diesem Thema einstimmig.

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