BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

B90/DIE GRÜNEN SOLINGEN

Antrag zur emissionsfreien Antriebstechnik im Regionalrat

RE 47 und S7: Antrag zur emissionsfreien Antriebstechnik im Regionalrat beschlossen

Bereits Ende September wurde im Regionalrat Düsseldorf ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität getan. Die grüne Fraktion brachte einen Antrag ein, der die Umstellung der Linien RE 47 und S7 auf batterieelektrische Triebfahrzeuge vorsieht. Mit Freude dürfen wir verkünden, dass der Antrag, nach kleinen Ergänzungen, einstimmig angenommen wurde. Diese Entscheidung markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität im Schienenverkehr und zur Verbesserung der Verkehrsverbindungen zwischen Wuppertal, Remscheid, Solingen und Düsseldorf.         

Nach einer grün-internen Konferenz zum Schienenverkehr in der Region machte sich die Fraktion der GRÜNEN im Regionalrat Düsseldorf auf den Weg, die Umstellung von dieselbetriebenen Zügen auf elektrische Antriebe mit einem eigenen Antrag zu unterstützen. Hierin begrüßt der Regionalrat Düsseldorf die Absichten des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der betroffenen Gebietskörperschaften, die SPNV-Linien RE 47 und S7 auf der Relation Düsseldorf – Hilden – Solingen – Remscheid – Wuppertal) mittels Umstellung auf batterieelektrische Fahrzeuge zu dekarbonisieren. Er regt an, dass der zuständige VRR und das Land NRW ebenso hier die Aufnahme dieser Maßnahme in den ÖPNV-Bedarfsplan und - falls erforderlich- den ÖPNV-Infrastrukturfinanzierungsplan gemäß Paragraph 9 Abs.4 LPlG NRW vorbereiten und anmelden.

Mit der Umstellung auf sogenannte BEMU-Züge (Battery Electrical Multiple Unit) können die heutigen Nahverkehrsverbindungen auf der Relation elektrifiziert und gleichzeitig bis Düsseldorf durchgebunden werden. Möglich macht das die Batterie-Oberleitungs-Technik, bei der die Züge auf den elektrifizierten Streckenabschnitten die verbauten Batterien im Fahrzeug über den Fahrdraht aufladen. Die Technik ähnelt der  Die gespeicherte Energie kann dann auf den nicht-elektrifizierten Strecken, auf denen die heutigen Züge auf den Dieselmotor angewiesen sind, abgerufen werden. Die gleiche Technik wird bereits ab 2025 im Niederrhein-Münsterland-Netz eingesetzt. Die Ausschreibung für die entsprechenden Fahrzeuge erfolgte hier bereits im Jahr 2018.           

Auch der VRR betont, dass der heutzutage für Fahrgäste erforderliche Umstieg von der S7 auf die S1 am Solinger Hauptbahnhof in Richtung Düsseldorf für potenzielle Neukunden abschreckend ist, es sich hier aber um das höchste Umstiegs-Aufkommen im gesamten VRR-Gebiet handelt. Deshalb sieht das VRR-Zielnetz 2040 auf der Relation Düsseldorf-Solingen-Remscheid-Wuppertal „Beschleunigte Verkehre mit mehr Zügen pro Stunde“ vor und favorisiert die Umstellung auf batterieelektrischen Betrieb. Die Realisierung eines solchen neuen Betriebskonzeptes auf diesem Streckenprofil wurde schon mit zwei Fahrzeugherstellern erfolgreich simuliert wurde, ohne dass kostenaufwendige Teilelektrifizierungen notwendig waren. Diese Umstellung sollte idealerweise 2028 mit dem Vertragsende für den jetzigen Betreiber und der Neuvergabe der Verkehre der S7 und dann zeitgleich auf für die RE47 umgesetzt werden, so wie es Rats- oder Ausschussbeschlüsse der drei Bergischen Großstädte aus den vergangenen Jahren auch einfordern. Eile und vorbereitende Maßnahmen sind geboten: Beschaffung von Neufahrzeugen, ein Vorgang, für den mindestens vier Jahre angesetzt werden muss, Infrastrukturmaßnahmen wie Wendegleise, zusätzliche Weichenverbindungen - wie im VRR Zielnetz 2040 als erforderlich angesehen -, Dimensionierung der Transportkapazität, aber auch ggf. Anpassungen von Bahnsteiglängen etc. sowie Finalisierungen von Betriebskonzepten.


Hieraus ergibt sich ein nicht unerheblicher Aufwand für alle an der Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur beteiligten Akteure: VRR, DB Netz AG (bzw. InfraGo), Land NRW und Zughersteller. Daher werden wir das weitere Verfahren als GRÜNE in den entsprechenden Gremien intensiv verfolgen.

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