BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

B90/DIE GRÜNEN SOLINGEN

Interview mit Niklas Geßner, stv. Fraktionsprecher

Zeitgleich mit der quotierten Fraktionsspitze wurde auch Niklas Geßner zum stellvertretenden Fraktionssprecher gewählt, womit er natürlich auch Mitglied des Fraktionsvorstandes ist. Das hat es in der mittlerweile fast 40jährigen Geschichte der Grünen Ratsfraktion noch nie gegeben. Wir haben mit Niklas über seine neue Rolle, seine Ziele und Kommunalpolitik im Allgemeinen gesprochen.


Niklas, Du bist eine Premiere bei Grüns – zumindest in Solingen. Wie fühlt sich das an?

Niklas Geßner: Och gut. Ich find´s toll, dass ich mitmachen kann. Die fast 40jährige Geschichte der grünen Ratsfraktion hat für mich auch immer wieder was Vorgeburtliches. (lacht) Von daher: ich freu mich drauf.

Aber warum jetzt die Erweiterung des FraVo?

Wir leben in Zeiten unglaublicher Krisen, die auch kommunal durchschlagen. Diese Krisen nehmen uns ja alle auch psychisch und physisch mit. Kommunalpolitik ist super viel Arbeit. Da ist es doch gut, diese Arbeit auf weitere Schultern zu verteilen.

Du bist der absolute altersmäßige Ausreißer …

Ja, das stimmt, ich könnte Franks Enkel sein – aber ich werde kein Nesthäkchen werden. Für mich bedeutet das, neue und mehr Verantwortung zu übernehmen. Ich werde viel Neues kennenlernen. Schon ein Pressegespräch in dieser neuen Rolle ist doch etwas anderes als vorher. Die Diskussionen mit anderen Fraktionen auf Fraktionsvorstandsebene, da gibt es viel zu lernen in Sachen Verhandlungsgeschick. Ich glaube, es ergibt sich einfach ein ganz anderer Kontakt zu den anderen Kommunalpolitiker:innen.

Und was bringst du mit ein?

Für mich ist das ja meine erste Ratsperiode. Die Ratsfraktion der Grünen bestand vorher vor allem aus vielen sehr, sehr langjährig aktiven Kommunalpolitiker:innen, die die Grünen in Solingen etabliert, ja verkörpert haben. Die Fußstapfen waren groß, kein Zweifel. Aber vielleicht kann man als junger neuer Mensch ja auch was Neues einbringen. Und zwar nicht nur den Umgang mit Instagram (grinst). Und das sehe ich auch für den Fraktionsvorstand so. Ich bin einfach auch näher an der Jugend und repräsentiere sie dann eben auch auf der grünen Führungsebene.

Die Grüne Jugend in Solingen ist vergleichsweise stark, wir können uns glücklich schätzen, dass der grüne Nachwuchs in unserer Stadt in den Startlöchern steht. Fühlst Du Dich als Bindeglied der GJ in die Fraktion hinein?

Bindeglied ist schön, denn ich gehöre ja zu den älteren in der GJ. Ja, ja, mit 24 sieht man den Kipppunkt schon, an dem man die GJ verlassen muss. Und wenn Du bedenkst, dass gerade zwei neue Mitglieder in die GJ eingetreten sind, die 9 Jahre jünger sind als ich, die gerade für den JSR kandidieren…

… dann sprechen wir schon vom Nachwuchs des Nachwuchses.

Genau. Als Ratsmitglied bin ich tatsächlich so etwas wie ein Bindeglied, häufig ist doch die Aufgabe von Leon, Felix und mir, die doch eher langsamen, aufwändigen politischen Prozesse zu vermitteln. Gleichzeitig war die grüninterne Diskussion über E-Scooter intensiv geprägt durch die Argumente, die die GJ-Mitglieder eingebracht haben. Da merkt man dann den Generationenunterschied! Und Fakt ist: viele GJ-Mitglieder sind bereits in Ausschüssen für uns Grüne tätig. Als GJler:in und Mandatierte können sie die Lust an politischen Aktionen mit dem Versuch, politische Inhalte in der Kommunalpolitik umzusetzen, Mehrheiten zu finden etc. verbinden.

Hoffen wir, dass sie bei der nächsten Listenaufstellung wieder dabei sind!

Danke für das Gespräch.

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