BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

B90/DIE GRÜNEN SOLINGEN

Gräfrather Neujahrsempfang: Ruth Fischer-Bieniek empfing erstmals als Bezirksbürgermeisterin

Am 22. Januar fand der erste Neujahrsempfang der neuen Bezirksvertretung Gräfrath im Zentrum für Verfolgte Künste statt. Über 70 geladene Gäste aus Politik, den Vereinen, Gastronomie und Wirtschaft waren der Einladung gefolgt, um sich bei den drei Vorträgen zu aktuellen Themen Anregungen zu holen und die Gelegenheit zu nutzen sich untereinander auszutauschen. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung vom Akustik-Duo „stay tuned“. Zum ersten mal konnte die Grüne Ruth Fischer-Bieniek zum Empfang laden, die seit einem Jahr als Bezirksbürgermeisterin im Amt ist.

"Das letzte Jahr begann mit vorsichtiger Hoffnung, dass Corona endlich in die Schranken verwiesen werden kann, dann kam der 24. Februar und wir alle versanken in Schockstarre bezüglich des Angriffskrieges auf die Ukraine. Trotzdem wurden uns dank der vielen ehrenamtlich tätigen Gräfrather und der großzügigen Spenden von vielen Sponsoren viele schöne Momente beschert: das neue Zeltdach wurde eingeweiht, gefeiert wurde das Marktfest und das Nümmener Heimatfest, das Fest am Brandteich und das Lichterzauberfest, es fand der Auftritt der Solinger Symphoniker statt und der Martinszug zog durch Gräfrath zum Brandteich, um nur Einiges zu erwähnen. Ganz großen Dank gebührt aber Allen, die sich seit dem Beginn des Krieges um die Geflüchteten gekümmert haben, sie teilweise sogar zu Hause aufgenommen haben. Ganz besonders freut mich daher, dass der diesjährige Agendapreis die vielen Verantwortlichen und Mithelfer von „Gräfrath hilft“mit dieser Auszeichnung würdigt.", erklärte die Gräfratherin, die außerdem auch Grüne Ratsfrau ist.

2022 stand Gräfrath ganz im Fokus der Heimatwerkstatt, ein Projekt, das dank Corona mehrmals verschoben werden musste, unter der Leitung von Thomas Zühlke dann tatkräftig in die Hand genommen wurde. Die Ergebnisse bzw. Ideen, die in den 4 Workshops und in vielen individuellen Diskussionen  und Eingaben entstanden sind, wurden vorgestellt:

6 Themenbereiche konnten entwickelt werden: JUGEND, FAMILIE & SPORT - NATUR, ERHOLUNG & TOURISMUS - VERKEHR, INFRASTRUKTUR & INDUSTRIE - KUNST & KULTUR - EINZELHANDEL & GASTRONOMIE und DIGITAL & INNOVATION. Da Gräfrath im demografischen Kontext der älteste Stadtteil Solingens ist, ist es nicht verwunderlich, dass v.a. der Wunsch nach Stätten und Raum für Begegnung, Veranstaltungen und Sport für Jung und Alt hier ganz im Vordergrund steht, angefangen über Tötterbänke, Literaturcafes, Dorfladen mit Bürgertreff oder Stadtteilbüro bis hin zur Mehrzweckhalle, mehr Liveveranstaltungen am Marktplatz und Möglichkeiten für Kunst, Kultur und Gastronomie.

"Das Projekt Heimatwerkstatt wurde mit der tollen Abschlussveranstaltung am Gräfrather Markt erfolgreich beendet, die eigentliche Arbeit aber beginnt erst jetzt, wenn es an die Umsetzung geht. Dazu werden neben finanziellen Mitteln, die angesichts der desolaten Haushaltslage nicht nur von der Stadt kommen können, auch Manpower, z.B. in Form eines Stadtteilmanagers, benötigt."

Ein Ergebnis konnte von Dirk Balke schon präsentiert werden:Er stellte die von ihm entworfene neue Gräfrather Fahne mit dem Gräfrather Wappen vor und verknüpfte seine Ideen zur Entstehung der Fahne mit historischen Hintergründen zur Stadtgeschichte Gräfraths.

Gräfrath ist zwar der kleinste Stadtteil von Solingen, hat aber prozentual die meisten Gewerbegebiete. Das Unternehmen Lutz Blades ist sogar mit dem Bergischen Zukunftspreis geehrt worden. Hier und Heute stehen wir noch ganz im Zeichen des Krieges und dessen Auswirkungen. Energieeinsparen, Energiewende und Klimakrise sind die herausfordernsten Themen der Zukunft, deshalb lag es nahe Herrn Georg Meyer als Gastredner einzuladen, der im letzten  August den 1. Energiespar-Kongress hier in Solingen geplant hatte, mit namhaften Referenten wie Prof. Braungart, Miterfinder des Cradle-to-Cradle-Prinzips, Prof. Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Franz Alt, Journalist und Buchautor.  Leider musste die Veranstaltung wegen mangelnder Anmeldungen abgesagt werden. Herr Georg Meyer, stellte als Initiator der Aktion „Blauer Wald“, seine Aktion vor, die auf doppelte Weise unserer leidgeplagten Umwelt zugutekommt. Im Mittelpunkt steht die Aufforstung unserer ehemals wunderbaren Wälder im Bergischen Land durch Spendengelder. 100.000 neue Bäume für unseren Wald ist das eine Ziel. Der zweite Teil richtete sich gegen das massive Versenden kostenloser Pakete.

Zum Abschluss wurde der Blick Richtung Kunst und Kultur gelenkt. Die Kultur hat neben der Gastronomie am Meisten unter Corona gelitten und erlebt mit den steigenden Energiekosten erneut einen immensen Kostendruck. Bei dem Thema Kultur wird leider zuerst gespart, das ändert sich auch nicht im neuen Entwurf zum Haushaltsplan.

Ruth Fischer-Bieniek, auch Mitglied des Kulturausschuss fasst die Lage der Kultur im Stadtteil wie folgt zusammen: "Wir hier in Gräfrath mit unseren 4 Museen, den vielen Galerien, unserem Kammerspielchen und den vielen Vereinen besonders gut aufgestellt und trotz Kostendruck wurde im letzten Jahr Unglaubliches auf die Beine gestellt.  Das Klingenmuseum hatte im letzten Jahr, dank Herrn Dr. Wetzler und Frau Dr. Immel, eine wahnsinnig erfolgreiche Messe, die “Knife“, die international Anerkennung bekommen hat. Herr Balke war mit seinen Wegweisern für die Gäste quer über den Marktplatz zum Klingenmuseum dazu kreativ tätig. Das Kunstmuseum hatte, dank Frau Elbracht-Iglhaut und dem Team, mit der Ausstellung „Zeitreise 1817 – 2022“ von Hiroyuki Masuyama und Friedrich August De Leuw, der Installation von 200 Mohnblumen vor dem Museum des Münchner Künstlers Dr. Walter Kuhn gemeinsam mit Dr. Dieter Fervers, dem 76. Internationalen Bergischen Kunstpreis und den Open Air Klappstuhl-Konzerten ein erfolgreiches Jahr. Das Zentrum für Verfolgte Künste hat mit den Kriegsbildern des ukrainischen Fotojournalisten Maks Levien, dem wichtigen Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" und der Ausstellung zu Oskar Zügel, die aktuell noch läuft, aktuelle Themen und Ereignisse im Programm aufgenommen. Die Ausstellung "1929/1955" über die Frühphase der documenta wurde im Jahresrückblick der Kunstkritik in der "Welt am Sonntag" zu einer der besten Kunstausstellungen im Westen gekürt. Und die Salonlesungen mit jungen jüdischen Autorinnen und Autoren, die Konzerte mit der ukrainischen Musikerin Laura Marti, mit dem EchoSporen Ensemble der Hochschule für Musik und Tanz Köln/Wuppertal und mit den Liedern von Mikis Theodorakis waren ebenso bewegende Erlebnisse."

Zum Abschluss des Neujahrsempfangs gab Jürgen Kaumkötter als Leiter des Zentrums für Verfolgte Künste noch einen Ausblick auf die geplanten Ausstellungen, Veranstaltungen und zum Teil internationalen Projekte des Zentrums für verfolgte Künste im laufenden Jahr. Ganz im Vordergrund steht dabei der im Mai sich zum 30. Mal jährende Brandanschlag in Solingen.

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