Pressemitteilung



Zehntausende junge Menschen gehen auf die Straße, weil sie sich Sorgen um ihre Zukunft machen. Für die GRÜNEN Solingen ist das ein deutliches politisches Signal, das nicht durch die Gewalt Einzelner in den Hintergrund gedrängt werden darf.
„Wenn so viele junge Menschen auf die Straße gehen, müssen wir ihre Sorgen und Forderungen ernst nehmen. Es geht um Bildung, bezahlbares Wohnen und die Frage, welche Perspektiven diese Generation überhaupt noch hat“.
Sinja Waldmann, Sprecherin der Solinger GRÜNEN
„Gewalt und Plünderungen sind durch nichts zu rechtfertigen. Das gilt ebenso für unverhältnismäßige Polizeigewalt.“
Die Proteste der Initiative „Gen Z regelt“ am Wochenende verliefen überwiegend friedlich. Dennoch bestimmen Ausschreitungen und Zusammenstöße mit der Polizei zunehmend die öffentliche Diskussion. Die Initiative selbst hat sich von Gewalt distanziert.
Martin Münter, Sprecher der Solinger GRÜNEN, kritisiert die Verschiebung der Debatte: „Wir erleben ein bekanntes Muster: Aus der Gewalt weniger wird ein Urteil über eine ganze Generation.
Statt über die Forderungen junger Menschen zu sprechen, wird über die Herkunft der Täter diskutiert. Statt über Bildung, bezahlbare Mieten und Zukunftsaussichten reden wir wieder über Migration. Wer so diskutiert, lenkt von den eigentlichen Problemen ab und treibt unsere Gesellschaft weiter auseinander.“
Für die GRÜNEN Solingen steht fest: Die Gewalt Einzelner darf nicht dazu führen, eine ganze Generation unter Generalverdacht zu stellen oder ihre Anliegen zu delegitimieren.
Sinja Waldmann abschließend: „Wenn so viele junge Menschen wütend sind und um ihre Zukunft fürchten, sollten wir nicht fragen, warum sie protestieren, sondern zuhören und sie beteiligen. Wir müssen uns fragen, wo wir als Politik und Gesellschaft ihren Erwartungen nicht gerecht werden – und was wir gemeinsam verändern müssen. Nicht gegeneinander, sondern miteinander.“