27.05.2021

Islamischer Religionsunterricht – Grüne kritisieren Neuregelungen

Die gesellschaftsbildende Grundlage der Bundesrepublik ist nun einmal die freiheitlich-demokratische Verfassung, in der die Gleichberechtigung der Geschlechter genauso festgeschrieben ist wie die Meinungs- und Pressefreiheit. Das sind die Grundkonstanten, auf denen bekenntnisorientierter Unterricht gegeben werden kann. Es fällt mir schwer zu glauben, dass die Ditib sich so weit von der Türkei Erdogans gelöst hat, dass ihr Beitrag zum Religionsunterricht diese Werte schützen und unterstützen würde. Wir fordern die Landesregierung auf, in der Kommission mit den Verbänden und Persönlichkeiten zusammen zu arbeiten, die einen weltoffenen, liberalen Islam vertreten!“

„Die Begründung, warum die Ditib ihren Sitz im Beirat bzw. der neuen Kommission nun wieder aufnehmen soll – sie habe intern, aber auch öffentlich eine Staatsferne dargelegt – ist durch nichts belegt und in den öffentlich zugänglichen Äußerungen der Ditib nicht nachvollziehbar“, ergänzt Kreisverbandssprecherin Silvia Vaeckenstedt.

„Reformen anzukündigen reicht uns nicht. Es muss gesichert sein, dass Religionsunterricht staatsunabhängig ist. Wir haben auf Landesebene dafür gekämpft und mit Sylvia Löhrmann auch durchgesetzt, dass der islamische Religionsunterricht in unseren Schulen angeboten wird. Denn der Islam gehört zu Deutschland. Aber es gibt Regeln dafür, an die sich diejenigen halten müssen, die den Religionsunterricht prägen. Es gibt Werte, denen sie sich erkennbar verpflichtet fühlen müssen. Solange das nicht nachprüfbar gegeben ist, muss der Stuhl der Ditib in der Kommission weiterhin leer bleiben.“

Kategorien:Aktuelles Demokratie Fraktion Presse Solingen
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