Bund fördert Sanierung kommunaler Sportstätten in Hilden, Solingen, Velbert und Wülfrath

Bezüglich der Projektauswahl im Rahmen des 1. Förderaufrufs des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ erklärt Dr. Ophelia Nick, Obfrau im Ausschuss für Sport und Ehrenamt des Deutschen Bundestages:

Ophelia Nick, Bundestagsabgeordnete BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vor dem Bundestag in Berlin
Bundestagsabgeordnete Ophelia Nick, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

„Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute über die Auswahl der geförderten Projektskizzen im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ entschieden. Ich freue mich sehr, dass der Haushaltsausschuss die Förderung der Sanierung der Dr.-Ellen-Wiederhold-Halle in Hilden mit über 1,5 Millionen Euro, der Sanierung des Naturrasenplatzes der Jahnkampfbahn in Solingen-Wald mit knapp 1,1 Millionen Euro, der Schulturnhalle An der Maikammer in Velbert-Tönisheide mit über 1,2 Millionen Euro sowie des Kunstrasenplatzes im Lhoist-Sportpark in Wülfrath mit 500.000 Euro zugestimmt hat.

Herzlichen Glückwunsch an die Kommunen, Vereine und alle Engagierten vor Ort! Ich weiß, wie dringend diese Mittel gebraucht werden. Als neue Obfrau von Bündnis 90/Die Grünen im Ausschuss für Sport und Ehrenamt habe ich mich nachdrücklich für die Berücksichtigung dieser Projekte eingesetzt. Es freut mich daher sehr, dass sich gleich mehrere Projektskizzen aus meinem Wahlkreis und Betreuungswahlkreis sich mit ihren überzeugenden Konzepten durchsetzen konnten.

Der Investitionsstau bei kommunalen Sportstätten ist seit Jahren bekannt und wächst weiter. Deutschland braucht endlich eine verlässliche, langfristig angelegte Sportstättenförderung.

Ophelia Nick, Bundestagsabgeordnete B’90/DIE GRÜNEN

Gleichzeitig zeigt der enorme Andrang auf das Programm erneut den dramatischen Sanierungsstau. Dem beantragten Fördervolumen von 7,5 Milliarden Euro stehen weiterhin die deutlich zu geringe Mittel von 333 Millionen Euro gegenüber. Das bleibt ein Tropfen auf den heißen Stein.

Das Bundesprogramm ist ein richtiger Ansatz, aber keine Antwort auf das strukturelle Problem. Der Investitionsstau bei kommunalen Sportstätten ist seit Jahren bekannt und wächst weiter. Deutschland braucht endlich eine verlässliche, langfristig angelegte Sportstättenförderung. Hinzu kommt:

Auch für die Zukunft bleibt unklar, wie es nach 2027 mit dem Förderprogramm weitergehen soll. Zugleich geht das Programm in der aktuellen Ausgestaltung an vielen Kommunen vorbei: Hohe Eigenanteile, eine Mindestfördersumme von 250.000 Euro und kurze Antragsfristen sind für viele kleinere Kommunen nicht zu stemmen, obwohl dort der Bedarf am größten ist.  Unverständlich ist außerdem, dass Sportvereine selbst nicht antragsberechtigt sind. Der Bund muss hier nachdrehen und gemeinsam mit Ländern und Kommunen dafür sorgen, dass nicht nur einzelne Projekte profitieren, sondern die Sportinfrastruktur flächendeckend gestärkt wird.“

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