GRÜNE kritisch gegenüber Videoüberwachung in der Ohligser Unterführung

Die CDU-Bezirksfraktion Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid hat angekündigt, zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung einen Antrag einzubringen. Darin soll die Verwaltung unter anderem prüfen, ob eine Videoüberwachung in der Ohligser Unterführung möglich ist. Außerdem geht es um Fragen zur Sanierung des Bereichs.

Dazu erklären die Bezirksfraktion Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid und die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Wir GRÜNE begrüßen, dass die CDU auch das Thema Sanierung der Unterführung aufgreift. Ein gut gestalteter, sauberer und gepflegter Ort ist enorm wichtig, wenn es um das Sicherheitsgefühl der Menschen im Stadtteil geht. Positiv ist, dass die Deutsche Bahn aktuell bereits Maßnahmen vor Ort umsetzt. Gleichzeitig haben wir GRÜNE schon in der Vergangenheit Ideen eingebracht, wie der Hauptbahnhof und sein Umfeld künftig attraktiver, sicherer und lebenswerter gestaltet werden können“, erklärt Marco Saleik, Sprecher der GRÜNEN Bezirksfraktion.

Niklas Geßner, ordnungs- und sicherheitspolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion, ergänzt:

„Ohligs und auch die Unterführung sind keine Kriminalitätsschwerpunkte. Gleichzeitig nehmen wir sehr ernst, dass es immer wieder nachvollziehbare Sorgen und Angstbeschreibungen gibt. Für manche Menschen ist die Unterführung ein Angstraum, für andere wiederum nicht. Diese unterschiedlichen Wahrnehmungen müssen wir ernst nehmen und dafür Lösungen entwickeln. Entscheidend ist, das Sicherheitsgefühl an diesem Ort zu stärken, ohne vorschnell auf Freiheitseingriffe wie Videoüberwachung zu setzen.“

Gemeinsam erklären Saleik und Geßner:

„Wir GRÜNE stehen nicht dafür bereit, Grundrechte und Freiheiten vorschnell einzuschränken. Gleichzeitig bedeutet ein geringes Sicherheitsgefühl für viele Menschen ebenfalls eine Einschränkung persönlicher Freiheit, weil Orte gemieden werden oder Wege als belastend empfunden werden. Deshalb brauchen wir Lösungen, die Sicherheit und Freiheit zusammendenken. Wir verschließen uns auch der Debatte über Videoüberwachung nicht, sehen sie aber kritisch. Vorrang haben für uns eine bessere Gestaltung, mehr Sauberkeit, gute Beleuchtung, soziale Kontrollen und eine konsequente Sanierung der Unterführung. Das Gefühl von Sicherheit entsteht nicht durch Kameras, sondern durch Orte, an denen sich Menschen selbstverständlich und gerne aufhalten.“

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