Mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum: Prüfantrag zur Hundehaltung im Bezirk eingebracht

Hund auf einem Weg in einer Grünanlage in Solingen-Ohligs
Bündnis 90/Die Grünen, Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid | Hund im öffentlichen Raum – Symbolbild für das Thema Sauberkeit und Entsorgung im Bezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid.

Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD sowie Bezirksvertreter Michael Bender (BfS) haben in der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid einen gemeinsamen Prüfantrag zur Verbesserung der Sauberkeit und Entsorgungsinfrastruktur im Zusammenhang mit der Hundehaltung eingebracht.

Ziel des Antrags ist es, einen umfassenden Überblick über die aktuelle Situation im Bezirk zu erhalten und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dabei geht es unter anderem um die Entwicklung der Hundezahlen, die Ausstattung mit Mülleimern und Hundekotbeutelspendern, deren Wartung sowie um gezielte Maßnahmen zur Reduzierung von Verschmutzungen im öffentlichen Raum.

Worum geht es konkret?

  • Mehr Mülleimer und Hundekotbeutelspender
  • Bessere Wartung bestehender Angebote
  • Aufklärung und Sensibilisierung von Hundehaltenden
  • Prüfung besonders belasteter Orte wie Ittertal, Lochbachtal und Ohligser Heide
  • Mehr Schutz und Sauberkeit auf Friedhöfen

Beschwerden nehmen zu

„Viele Bürgerinnen und Bürger sprechen uns auf die zunehmenden Verschmutzungen an. Sei es auf Gehwegen, in Grünanlagen oder besonders sensibel auch auf Friedhöfen“, erklärt Susann Katzinski, Fraktionssprecherin der SPD. „Gerade diese Orte verdienen einen respektvollen Umgang. Dass Hundekot auf und an Grabstätten landet, ist für viele Angehörige schlicht nicht hinnehmbar.

Michael Bender (BfS) wird deutlicher: „Unser gemeinsamer Antrag richtet sich nicht gegen Hunde und deren Besitzer, sondern an die Verantwortung der Hundehalterinnen und -halter. Diese müssen jedoch auch in die Lage versetzt werden, ihre Verantwortung wahrnehmen zu können.“

Verantwortung und Infrastruktur gehören zusammen

Marco Saleik, Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen, ordnet ein: „Wir sehen hier ein klassisches Zusammenspiel aus persönlicher Verantwortung und öffentlicher Infrastruktur. Beides muss funktionieren. Wer mit seinem Hund unterwegs ist, trägt Verantwortung für den öffentlichen Raum und die Stadt muss die Rahmenbedingungen so gestalten, dass dieses Verhalten im Alltag auch umsetzbar ist.“

Betont wird, dass es nicht um pauschale Vorwürfe gehe: „Die meisten Hundehaltenden verhalten sich rücksichtsvoll. Aber die Beschwerden nehmen zu und das zeigt, dass wir genauer hinschauen müssen.“

Neben der Verbesserung der Infrastruktur nimmt der Antrag auch die Frage in den Blick, wie Hundehaltende besser sensibilisiert und stärker in die Verantwortung genommen werden können etwa durch Aufklärung, aber auch durch konsequentere Kontrollen.

Darüber hinaus soll die Verwaltung prüfen, warum es in stark frequentierten Bereichen wie dem Ittertal, dem Lochbachtal oder der Ohligser Heide bislang an ausreichenden Entsorgungsmöglichkeiten fehlt und wie dieser Zustand verbessert werden kann.

Mit dem Prüfantrag wollen die Antragstellenden die Grundlage für konkrete Maßnahmen schaffen für mehr Sauberkeit, mehr Rücksichtnahme und ein respektvolles Miteinander im öffentlichen Raum.

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