Anfang des Jahres hat sich die Lebenshilfe zu unserem großen Bedauern von der Übernahme der Birkerstraße zurückgezogen. Da diese jedoch bei der EU-weiten Ausschreibung für die Übertragung des Hallenbades Birkerstraße an eine Dritten der einzige Bewerber war, steht die Stadt jetzt wieder am Anfang ihrer Bemühungen, das Bad in Solingens Mitte für den Schwimmsport zu erhalten.
„Bevor nun in einem Schnellschuss vorhandene Bäder geschlossen werden, sollten wir sehr genau überlegen, was zu tun ist, damit alle Nutzergruppen – die Öffentlichkeit, die Vereine und die Schülerinnen und Schüler – ausreichend Schwimmfläche zur Verfügung gestellt bekommen,“ fordert die sportpolitische Sprecherin der Grünen, Birgit Evertz. „Von daher war es richtig, dass die Verwaltung, wie von uns gefordert, zunächst alles daran setzte, die für den Umbau in Aussicht gestellten Fördermittel des Landes zu sichern. Erste Gespräche dazu sind positiv verlaufen.
Wir wollen keine erneute Diskussion um ein Kombibad in unserer Stadt. Alle Bemühungen darum sind eindeutig gescheitert, nicht ein Investor hat Interesse daran gezeigt, hier ein solches Bad zu betreiben. Wer soll denn die Millionen für ein Kombibad bereitstellen, wo wir an allen Ecken in unserer Stadt, auch bei sozialen Projekten und Kultur sparen müssen? Wenn die CDU nun fordert, für einen Ausbau des Birkerbades das Hallenbad Vogelsang zu schließen, gefährdet sie ein gut eingeführtes, gut erreichbares Badangebot im Stadtteil Wald. Das lehnen wir ab!
Was wir brauchen, ist nun dringend ein seriöses Alternativkonzept, wie der Umbau des Birkerbades in Eigenregie bzw. durch städtische Betriebe realisiert werden könnte. Bis das geklärt ist, können wir angesichts der festgestellten Bedarfe an Schwimmzeiten bei Vereinen, Schulschwimmen und Öffentlichkeit kein Bad schließen. Das Konzept mit der Lebenshilfe sah die Verlagerung von 25 Wochenstunden für das Schulschwimmen in die Birkerhalle vor. Die CDU hat nicht deutlich machen können, wie sie diesen Bedarf mit ihrem Vorschlag decken will. Ein lapidarer Hinweis auf das Bad vom Halfeshof ist unseriös!“