Japan erlebt nach den furchtbaren Naturkatastrophen vom 11. März das bisher schwerste Atomkraftunglück seiner Geschichte. Unsere Gedanken sind bei den Menschen vor Ort. Das Allerwichtigste ist jetzt, dass ihnen geholfen wird, wo dies möglich ist.
Auch in Deutschland ist eine Debatte über den Ausstieg aus der Atomkraft in Gang gekommen. Die schwarz-gelbe Bundesregierung, die noch im letzten Jahr gegen alle Vernunft die Laufzeiten selbst für die ältesten Schrottmeiler verlängert hat, steht vor dem Scherbenhaufen ihrer Politik. Frau Merkel hat zwar zunächst sieben Atomkraftwerke für drei Monate zur Überprüfung vom Netz genommen. Doch das Atomgesetz bleibt immer noch unverändert.
Dagegen formiert sich immer mehr Protest. Die Demonstrationen am 26. März in Köln, Berlin, Hamburg und Münschen mit insgesamt über 250.000 Menschen haben das eindrucksvoll gezeigt. Wir fordern die sofortige und endgültige Stilllegung der sieben ältesten Atomkraftwerke und des Pannenreaktors Krümmel, die Verschärfung der Sicherheitsauflagen und die Rücknahme der Laufzeitverlängerung. Nicht zuletzt die Ergebnisse der Wahlen am 27. März in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz zeigen, dass die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger das ebenso sieht.
Wir Solinger Grüne schließen uns daher dem Aufruf der Solinger Attac-Gruppe an und bitten Sie am Montag, den 11. April um 18 Uhr an den Clemens-Galerien um Teilnahme an der Mahnwache für den Atomausstieg.