Einhellige Auffassung der grünen Ratsmitglieder, die sich unter Begleitung des Sozialdezernenten Robert Krumbein die Arbeit des Coppel Stifts durch den kommissarischen Leiter erläutern ließen, war: der Coppel Stift muss erhalten bleiben und darf nicht veräußert werden!
„Es ist uns eine Verpflichtung gegenüber dem wohl größten Mäzen der Solinger Stadtgeschichte, dem jüdischen Scherenfabrikanten und Ehrenbürger Gustav Coppel, der das weiträumige Gebäude vor dem ersten Weltkrieg im Jahre 1912 der Stadt Solingen als Schenkung überließ und zudem eine großzügige Stiftung für ein Säuglingsheim, eine Beratungsstelle für Kranke und eine Erholungsstätte für Erwachsene zur Verfügung stellte, die nachfolgende Nutzung zu erhalten, welche hervorragend zu dem Gründungsgedanken vor über 100 Jahren passt,“ verdeutlicht Fraktionssprecher Manfred Krause.
Frank Knoche, Ratsmitglied und Vorsitzender des Sozialausschusses ergänzt: „Die integrierte und vernetzte Arbeit von Kinder- und Erziehungsberatungsstelle, Schulpsychologischem Dienst, Schulsozialdienst und Schwangerschaftskonfliktberatung ist genau das, worum uns andere Städte beneiden. Die Räumlichkeiten sind hervorragend in Schuss gehalten und können in ihrer Großzügigkeit und insbesondere auch in ihrer funktionalen Gestaltung (Verwaltungs- und intimer Beratungsraum in einem) so nie und nimmer im Rathaus etabliert werden!“
Beide danken dem Bergischen Geschichtsverein, dem Verein „Lebenswertes Solingen“ zum Erhalt des benachbarten alten botanischen Gartens, der Arbeitsgemeinschaft jüdischer Friedhöfe und dem Solinger Coppel-Biograph, Herrn Wilhelm Bramann dafür, rechtzeitig auf die historische Bedeutung des Coppel Stiftes hingewiesen zu haben und erörterten mit dem Beigeordneten und Vertretern des Coppel Stiftes weitere Möglichkeiten, das Andenken an diesen so bedeutenden und einzigartigen Ort und an die schon vorhandene Ausstellung auch weiterhin lebendig zu erhalten.