Viele Angelegenheiten wurden in entspannter Atmosphäre besprochen, ohne dass kontroverse Themen als solche ausgeklammert oder nicht benannt wurden.
U.a. wurde seitens des Oberbürgermeisters auch erneut sein Wunsch thematisiert, seinen persönlichen Referenten zum Stadtdienstleiters seines Büros zu machen, ein Vorhaben, das in der letzten Hauptausschusssitzung keine Mehrheit fand und zudem im „Kamingespräch“ unsere Fraktion erneut keinen erforderlichen Konsens signalisierte.
Umso erstaunter waren wir, dass der Oberbürgermeister trotzdem den früheren CDU-Vorsitzenden Fabian Kesseler kurz darauf – ohne dass notwendige politische Votum – zum Stadtdienstleiter seines Büros befördern möchte und hierfür zur Umgehung der politischen Gremien bzw. politischer Beschlüsse das Mittel der kommissarischen Bestellung wählt.
„Ein wirklicher Neuanfang sieht anders aus!“ betonen Martina Zsack-Möllmann und Manfred Krause, „zumal in der gleichen Woche die Regierungspräsidentin die Genehmigung des 2011er Haushaltes versagte und ausdrücklich `Beamtenbeförderungen´ sowie `Umsetzung von Angestellten´ mit daraus resultierenden Höhergruppierungsansprüchen u.ä. `ausschloss bzw. von Einzelfallzustimmungen´ durch die Bezirksregierung abhängig machte. Alternative Besetzungsvorschläge unserer Fraktion wurden vom OB lediglich zur Kenntnis genommen. Wir rieten eindringlich ab, Ausschussbeschlüsse zu umgehen und wiesen darauf hin, dass das vermeintlich juristisch Mögliche nicht immer klug sein muss. Der Oberbürgermeister betont zwar allgemein in seiner großen Neujahrspressemitteilung, seine Hand ausstrecken zu wollen, akzeptiert jedoch offensichtlich nicht eindeutige Rats- bzw. Ausschussbeschlüsse. Damit konterkariert er seine eigenen Ansprüche. Wie so ein besseres Klima bzw. Arbeitsatmosphäre entstehen soll, bleibt sein Geheimnis.“