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6. Februar 2011

Edelmira Zarniko: Grüne für gesetzliche Frauenquote

Edelmira Zarniko wendet sich gegen die Lobhudelei der Frauenunion zur Verhinderung einer verbindlichen Frauenquote durch Familienministerin Schröder und Kanzlerin Merkel...

Von: | Abgelegt unter: Partei, Presse, Frauen

Zur Lobhudelei der Frauenunion zur Verhinderung einer verbindlichen Frauenquote durch Familienministerin Schröder und Kanzlerin Merkel erklärt Kreisverbandssprecherin Edelmira Zarniko:

„Nur mit einer gesetzlichen Quote wird sich die Anzahl von Frauen in Fürhungspositionen der Wirtschaft erhöhen. Deshalb begrüße ich, dass die Bundestagsfraktion der Grünen einen Gesetzentwurf vorgelegt hat, der ab 2015 eine Mindestquote von 30 Prozent und ab 2017 von 40 Prozent für börsennotierte Unternehmen und Unternehmen mit Arbeitnehmermitbestimmung vorschreibt.

Die von der Bundesregierung vorgestellten Maßnahmen zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen in der Wirtschaft sind lärmendes Nichtstun und an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten. Bereits 2001 hat die damalige Bundesregierung Schröder eine Vereinbarung mit der Wirtschaft über eine Selbstverpflichtung für mehr Frauen in Spitzenpositionen abgeschlossen. Passiert ist rein gar nichts. Die Männerseilschaften funktionieren hervorragend. Die Führungspositionen in der deutschen Wirtschaft sind fest in Männerhand. De facto haben wir also eine versteckte Männerquote. Das gilt auch für das wichtige Kontrollgremium Aufsichtsrat. Die rund 10 Prozent Frauen, die hier zu finden sind, sind fast ausschließlich Gewerkschaftsvertreterinnen. Von Arbeitgeberseite werden so gut wie gar keine Frauen entsandt.

Darauf reagiert die Bundesregierung nun mit einer erneuten Selbstverpflichtung, und Frau Racka-Watzlawek meint auch noch, das sei "ein Schritt in die richtige Richtung". Wie sagte Erich Kästner: "Nie sollst du so tief sinken, den Kakao, durch den man dich zieht, auch noch zu trinken!"