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A 3 – Anschluss endlich begraben und Verkehrswende gestalten

Zu den unterschiedlichen Medienberichten, die einen Weiterbau der A3 fordern, nimmt die grün-offene Ratsfraktion wie folgt Stellung:

Von: | Abgelegt unter: Fraktion, Presse, Verkehr, Wirtschaft, Titelthema



„Es ist aus unserer Sicht vollkommen unseriös, so zu tun, als könne ein neuer Autobahnanschluss Solingen-Ohligs über Landwehr an das Autobahnkreuz Langenfeld in absehbarer Zeit (10 – 15 Jahre) realisiert werden“, so Ratsmitglied Manfred Krause und Fraktionssprecher Enrique Pless.

 

„Wesentliche Teile der vorgesehenen Trasse befinden sich weder in den dafür vorgesehenen Straßenausbauplänen von Bund und Land, noch geben die maßlos überzeichneten Haushalte für die immer dringender werdende grundlegende Sanierung der Straßeninfrastruktur von Bund und Land eine Finanzierung für diese Maßnahme her. (Eine Brücke nach der anderen wird marode.) Darüber hinaus lehnen wir die weitere Planung des entsprechenden Anschlusses aus folgenden Gründen ab:

  1. Die Stausituation konnte durch die Verbesserung der Anschlussstelle zumindest entzerrt werden und wird sich nach Fertigstellung diverser Baumaßnahmen auf der A542 weiter verbessern.
  2. Eine neue Autobahnverbindung von Kreuz Langenfeld nach Solingen-Ohligs wird die Wohnsituation in den betroffenen Siedlungen extrem verschlechtern. Die Siedlungsbereiche Wiefeldicker Straße/Holunder Weg, Börkhauser Feld, Nußbaumstraße/Eichendorffstraße, Landwehr/Wiefeldicker Straße, Holzkamp und Rupelrath werden mit einem mehrere Hundert Meter breiten neuen Lärmteppich belegt. Damit werden auch die wichtigen Erholungs- und Freizeiträume der betroffenen Wohngebiete zerstört und abgeschnitten. Vom notwendigen Abriss mehrerer Wohngebäude, die heute im Trassenbereich stehen, ganz zu schweigen.
  3. Die Bodenwerte der betroffenen Siedlungen werden deutlich sinken. Die von allen poltischen Parteien gewollt und seit einiger Zeit eingeleitete Entwicklung des Solinger Westens zu einem attraktiven Wohnstandort der Rheinschiene wird ebenso verunmöglicht wie die daraus resultierenden Entwicklungschancen der Stadt Solingen.
  4. An dem dann zu errichtenden neuen Verkehrsknotenpunkt Landwehr, an dem sechs Hauptverkehrsstraßen aufeinander treffen würden, wären neue Stauprobleme vorprogrammiert. Die Ortsdurchfahrt Aufderhöhe würde noch weiter belastet.
  5. Wertvolle, besonders geschützte Landschaftsschutzbereiche sowohl zwischen Langenfelder Kreuz und Rupelrath, sowie zwischen Rupelrath und Landwehr würden genauso zerstört wie das besonders geschützte Burbacher Bachtal und die große Kleingartenanlage bei Wiefeldick. Hunderte von Bäumen müssten gefällt werden.


Man kann nur vermuten, dass der SPD-Funktionär, der presseöffentlich meint, eine Trasse zur A3 könne gefunden werden, die sowohl Staus beseitigt als auch Flora und Fauna schützt, weder den Solinger Westen kennt noch die politischen Hintergründe: War es doch der ehemalige (und evt. zukünftige) NRW-Verkehrsminister Lienenkämper (CDU), der alternative Trassenführungen wie die über die Haus-Gravener-Straße prüfen und auch aus ökologischen Gründen verwerfen ließ, u.a. weil die Nachbarstadt Langenfeld diese nicht mittragen wollte.


Fazit: Es wäre gut, wenn die Überlegungen zum so genannten Lückenschluss zur A3 endlich begraben würden und sich die Solinger Politik auf Alternativen zur Verkehrspolitik in Solingen konzentrierte. Angesichts von Klimawandel und nachhaltigen Entwicklungszielen in unserer Stadt muss es doch das Ziel sein, die Innenstadtstraßen zu entlasten, Gewerbegebiete wie Scheuren und Schmalzgrube endlich an die Viehbachtalstraße anzuschließen (ein Antrag im Übrigen, den wir Grüne schon vor Jahren gestellt haben und der noch immer der Realisierung harrt) und die Verkehrsströme in die großen Metropolen Köln und Düsseldorf stärker auf die Schiene zu verlagern. Dazu muss z.B. der Neubau des Bahnhofes Landwehr schleunigst planungsrechtlich angegangen, die Durchbindung des „Müngsteners“ nach Düsseldorf realisiert und die Vertaktung auf den S- bzw. Regionalbahnlinien nach Düsseldorf und Köln verbessert sowie die Vertaktung von ÖPNV und SPNV optimiert werden.“