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Sylvia Löhrmann über die Landtagswahl in NRW

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Ich bin gebürtige Kolumbianerin, seit mehr als 20 Jahren mit einem Solinger verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Töchtern. Im Februar 2010 haben mich die Solinger Grünen als ihre Sprecherin in die traditionelle Doppelspitze gewählt, nachdem ich mich einige Jahre als Beisitzerin und als Mitglied des Frauenforums engagiert habe.


Außerhalb der Grünen bin ich seit vielen Jahren Mitglied in Vereinen und Organisationen ehrenamtlich tätig: Frauenhaus, Städtefreundschaft mit Jinotega und ab und an unterstütze ich SOS-Rassismus und amnesty international bei ihren öffentlichen Auftritten.

Meine politische Arbeit hat mit den Schulpflegschaften in Grundschule und Gymnasien während der Schulzeit meiner beiden jetzt erwachsenen Töchter angefangen. Ich habe mich in der Friedensbewegung engagiert und an Demos für den Frieden teilgenommen. Während der sehr kurzen Zeit als Kandidatin in einer der internationalen Frauenliste für den damaligen Ausländerbeirat habe ich die Grünen kennen und schätzen gelernt. Unsere Liste bekam nicht die erforderliche Unterstützung und ist daher nicht zur Wahl zugelassen worden. Ich beschloss mich dann bei den Grünen zu engagieren, zunächst ohne Parteibuch. Ich arbeitete in der damaligen Wirtschafts-AG mit, als gerade der Bau der Clemensgalerie im Gang war. Später bekam ich einen Platz als Sachkundige Einwohnerin im Wirtschaftausschuss. Gemeinsam mit Monika Tönnies haben wir uns für einen stärkeren Einfluss der Kommune in der Wirtschaft eingesetzt, von uns kam die Idee eine Messe für die lokale Wirtschaft anzubieten.

Aber ich habe auch in verschiedenen anderen Ausschüsse mitgearbeitet. Seit einigen Jahren liegt mein Schwerpunkt in der Frauenpolitik. Drei Jahre lang saß ich als Mitglied der Grünen im Frauen-Unterausschuss, der dann ja leider abgeschafft wurde. Heute bin ich Mitglied des Frauenforums, denn damals wie heute bekommen die Belange der Frauen nicht den Raum, den sie eigentlich bekommen müssten: frei nachdem Motto „wir sollten froh sein, wenn es überhaupt eine Frauenbeauftragte gibt!!“


Ich bin der Meinung, dass das Frauenforum mehr politischen Einfluss bekommen sollte! Es ist ein wichtiges Gremium, in dem viele Verbände und politische Gruppierungen mitarbeiten. Die Belange der Frauen müssen in allen Fachpolitiken beachtet werden. Das Frauenforum hat seine Berechtigung und sollte politisch stärker genutzt werden. Vertreterinnen des Forums sollten Rederecht in den Ausschüssen bekommen, denn nur so können die Belange von Frauen da deutlich gemacht werden, wo die Entscheidungen fallen. Frauen sind von vielen Veränderungen und Kürzungen besonders betroffen, zum Beispiel von den Kürzungen im öffentlichen Nachverkehr, bei Schliessungen von Kindergärten und Bädern oder von nicht ausreichend vorhandenen Ganztagsschulen. Wir Grünen setzen uns für mehr frauenpolitischen Einfluss ein.

Wir fordern auch vom Land mehr Unterstützung für Fort- und Weiterbildungschancen für Frauen, damit Projekte weitergeführt werden können,  die Frauen nach der Kinderpause die Möglichkeit bieten, den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu finden. Schließlich sind vor allem allein erziehende Mütter von Armut bedroht. Auch gibt es  Migrantinnen, die hoch qualifiziert sind, aber deren Schul- oder Hochschulabschluss oder auch Berufsausbildung in Deutschland nicht anerkannt werden. Da muss dringend nachgebessert werden! Sonst geht uns das Know-How dieser hochqualifizierten Frauen verloren! Es gibt viel zu tun für uns Grünen.